(I-25/20-C3) Longlist Wissenschaftsbuch des Jahres 2026
Donald Trump versprach vor seiner erneuten Wahl, die liberale Demokratie aus den Angeln zu heben. Er wurde nicht trotz, sondern wegen dieses Versprechens gewählt. In ihrem Bestseller Gekränkte Freiheit zeigten Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, wie Libertarismus und Autoritarismus miteinander verschmelzen könnten. Zwei Jahre später hat die Realität ihre soziologische Diagnose auf bedrückende Weise bestätigt. Nun befassen die Soziolog:innen sich mit den Wähler:innen und Followern von Trump, Musk sowie der AfD. - Woher diese Lust an der Zerstörung? Und warum folgen so viele Bürger:innen den libertären Autoritären in den selbstgewählten Faschismus? Auf der Grundlage umfangreicher empirischer Forschungen, darunter einer Vielzahl ausführlicher Interviews, u. a. mit AfD-Anhängern und Mitgliedern libertärer Vereinigungen, entwickeln Amlinger und Nachtwey eine Erklärung: Im Kern richtet sich diese Revolte gegen die Blockade liberaler Gesellschaften, die ihre Versprechen auf Aufstieg und Emanzipation nicht mehr einlösen. In diesem Sinne geht es Trump, Musk, Weidel und ihren Anhänger:innen, schließen die beiden mit Erich Fromm, um die Zerstörung der Welt als letzten, verzweifelten Versuch, sich davor zu retten, von ihr zermalmt zu werden.
Inhalt
Einleitung 7
Demokratie und Destruktivität 8 Demokratischer Faschismus 12 Neue Allianzen der Zerstörungslust 17
1. Nach dem Fortschritt 27
Auf dem Weg in die Nachmoderne 31 Die sozialen Grundlagen der Demokratie 45 Neoliberalismus und neue Ungleichheiten 48 Abstieg als Klassenrealität 55 Strukturwandel
der Herrschaft 64 Liberal-demokratische Regression 78
2. Blockierte Leben 87
Politik der Gefühle 88 Die Entfremdung des Selbst von der
Welt 92 Zerstörung durch Integration: Leistung 100 Fallstricke der Freiheit: Autonomie 114 Das blockierte Leben 130
3. Destruktivität 151
Die Schadenfreude des Antiliberalismus 154 Regressive Rebellion 157 Das dunkle Begehren im Kapitalismus 172 Die
Lust an der Zerstörung 187 Typen der Destruktivität 206
Phänomenologie der Destruktivität 221
4. Demokratischer Faschismus 235
Die Bivalenz des Faschismus 237 Faschismus im Präsens 243 Libertärer Autoritarismus 263 Das Begehren
nach Gewalt und Grausamkeit 275 Im digitalen Maschinenraum des Faschismus 284 Männer ohne Front, Frauen in
der Kampfzone 292
Schluss: Ein neuer Antifaschismus 309
Die Hilflosigkeit des Liberalismus 313 Postliberaler Antifaschismus 316
Anmerkungen 323
Literatur 385
Methodischer Anhang 429
Dank 443
Sachregister 445
Verfasser*innenangabe:
Carolin Amlinger/Oliver Nachtwey
Jahr:
2025
Verlag:
Berlin, Suhrkamp Verlag
Aufsätze:
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ISBN:
978-3-518-43266-2
2. ISBN:
3-518-43266-4
Beschreibung:
Erste Auflage, Originalausgabe, 453 Seiten, Illustrationen
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Sprache:
Deutsch
Fußnote:
Enthält Literaturverzeichnis auf Seite 385-427
Mediengruppe:
Buch