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Lebenslang Lebensborn

die Wunschkinder der SS und was aus ihnen wurde
Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Schmitz-Köster, Dorothee ; Vankann, Tristan
Verfasser*innenangabe: Dorothee Schmitz-Köster, Tristan Vankann
Jahr: 2012
Verlag: München ; Zürich, Piper
Mediengruppe: Buch
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Inhalt

Musterexemplare der »arischen Rasse« sollten sie werden. Viele von ihnen belastet das Stigma Lebensbornbis heute: In ergreifenden Porträts erzählen die Journalistin Dorothee Schmitz-Köster und der FotografTristan Vankann vom Schicksal der Kinder, die das gigantische Rasseprojekt der SS für sich vereinnahmte.Groß - blond - blauäugig, so sollten sie aussehen, die Kinder, die in den Lebensborn-Heimen auf die Welt kamen, die der SS-Organisation übergeben wurden oder die in ihre Hände gerieten, nachdem sie verschleppt und zwangsgermanisiert worden waren. Der Plan: Ob deutscher oder ausländischer Herkunft, sie sollten die »arische Rasse« vergrößern und eine neue Elite bilden. Die meisten der 18.000 Betroffenen sprechen bis heute nicht über ihre Lebensborn-Zeit - um sich und ihre Mütter zu schützen, aus Scham oder weil ihre Herkunft so konsequent verschwiegen wurde, dass sie ahnungslos sind. Doch einige gehen inzwischen an die Öffentlichkeit. Die Journalistin Dorothee Schmitz-Köster zeichnet in 20 Porträts ihre Schicksale nach. Und der Fotograf Tristan Vankann zeigt in bewegenden Aufnahmen die Gesichter von Lebensborn-Kindern heute.(Verlagstext) Vgl. ältere Titel der Autorin Schmitz-Köster (I-11/10, I-08/05)
 
Inhaltsverzeichnis:
 
Vorwort 10
Verplant oder: Ich habe mein eigenes Leben gelebt,
und das ist das Wichtigste 17
Olaf S., geboren am 9. Januar 1942 im Lebensborn-Heim »Hochland«. Sohn des Ehepaars S., beide überzeugte Nationalsozialisten. Bei der Mutter aufgewachsen. Tänzer und Choreograf, Journalist und Filmemacher. Ledig, keine Kinder, Single.
Ersehnt oder: Welche Enttäuschung, dass ich nicht der
erwartete Junge war 31
Elke T, geboren am 3. April 1936 in Harleshausen bei Kassel. Zuerst beim Vater und seiner Ehefrau. Später mit der Mutter in den
Lebensborn-Heimen » Wienerwald« und »Friesland«. Nach dem
fünften Geburtstag mit Mutter und Geschwistern zum Vater.
Krankenschwesternausbildung. Jahrzehnte mit Mann und Kindern im Ausland. Verwitwet, ein Sohn, eine Tochter, zwei Enkelkinder.
Ideale Eltern — ideale Kinder 47
Erwünscht oder: Bloß keine Ich-und-ich-Numme r 53
Diethelm (Jimmi) P, geboren am 4. Dezember 1942 im Lebensborn-Heim »Kurmark«. Bei seinen verheirateten Eltern aufgewachsen. Maler, Flächendesigner, Dozent. Unverheiratet, langjährige Beziehung, unklare Vaterschaft.
Abgelehnt oder: Sie durfte das Kind nicht mit nach
Hause bringen 65
Henning B., geboren am 9. Januar 1943 im Lebensborn-Heim
»Harz«. Später im Lebensborn-Kinderheim »Sonnenwiese« und
bei Pflegeeltern untergebracht. Im Winter 1948 zur Mutter nach
Westdeutschland. Auf dem Bauernhof der Großeltern aufgewach-
sen. Betriebswirt, Softwareunternehmer, verheiratet, Lebensgefährtin, ein Sohn, eine Tochter.
Verfälscht oder: Auf meine Mutter lasse ich nichts
kommen 81
Ute H., geboren am 2$. Juni 1942 im »Kriegsmütterheim Stettin «,
vermutlich bis Kriegsende dort, danach ein Jahr Gefangenschaft.
Mit Mutter und Bruder aufgewachsen. Krankenschwester. Zweimal verheiratet, eine Tochter, ein Sohn, vier Enkelkinder.
Akzeptiert oder: Ich bin einer, der gerne etwas bewegt 97
Klaus B., geboren am 30. April 1940 im Heim »Friesland«. Später
in Heim »Hochland« und »Kurmark«. Mit drei Jahren zur Mutter. Professor für Regional- und Stadtentwicklung, Politikberater,
verheiratet, ein Sohn, seit vielen Jahren in gleichgeschlechtlicher
Lebensgemeinschaft.
Verheimlicht oder: Wir wollen jetzt alles wissen,
sagen meine Kinder 113
Michaels., geboren am iy. Dezember 1941 im Lebensborn-Heim
»Pommern«. Später vermutlich im Heim »Sonnenwiese«. Bei
Mutter und Großmutter aufgewachsen. Berußsoldat a. D., Inhaber einer Handelsagentur. Zweimal verheiratet, zwei Söhne, eine
Tochter.
Die anonyme Geburt und ihre Folgen 128
Willkommen oder: Ich wollte nur normal sein 133
Ruthild G, geboren am 28. August 1942 im Heim »Harz«, Kinderpflegerin, Physiotherapeutin, Fachlehrerin, Arzthelferin. Geschieden, Single, drei Kinder, drei Enkel.
Verleugnet oder: Mich gab's nicht, mich gab's nicht! 151
Hannelise H., geboren am 24. Dezember 1942 im Heim »Hochland«. Später im Heim »Sonnenwiese«. 194$ zu Pflegeeltern,
1954/55 in
Kinderheimen in Borna und Leipzig, 1956 zur Großmutter, 195j erste Begegnung mit der Mutter. Postangestellte. Verheiratet, ein Sohn, zwei Enkel.
Zurückgelassen oder: Ich war von Anfang an auf mich
allein gestellt 167
Hans-Ullrich (Ulli) W, geboren am 19. Mai 1943 im Heim
»Harz«. Später im Heim »Sonnenwiese«. 1945 zu Pflegeeltern.
Elektromonteur und -meister im Braunkohle- und Uranbergbau.
Zweimal verheiratet, ein Sohn.
Weggegeben oder: Die jagen wir dem »Führer« ab! 185
Anne Margret (Grete) M., geboren am 7. Mai 1940 im Heim
»Friesland«. Später im Heim »Hochland«. 1941 zu Pflegeeltern
nach Gotha, 1944 Adoption. Flucht nach Westdeutschland. Lehrerin, Prädikantin. Verheiratet, zwei Kinder, drei Enkel.
Die Last Lebensborn 204
Abgeschoben oder: Ich war ein herrenloses Kind 211
Barbara K, geboren am 11. November 1940 im Heim »Harz«.
Nach sechs Monaten zu Pflegefamilien. Sporadischer Kontakt zur
Mutter. Lehrerin, Abteilungsleiterin in der Schulbehörde, Beraterin beim Arbeitsamt. Verwitwet, ein Sohn, eine Tochter, vier
Enkelkinder.
Mitgeschleppt oder: Ich habe ständig meine Mutter
gesucht 229
Adelheid (Heide) S., geboren am 30. April 1938 im Heim »Kurmark«. Dort drei Jahre allein, dann mit der Mutter in vier
verschiedenen Lebensborn-Heimen. Nach Kriegsende bei der
Großmutter. Mit acht Jahren zu Mutter, Stiefvater und Halbgeschwistern. Krankenschwester. Zweimal verheiratet, drei Kinder,
sechs Enkelkinder, ein Urenkel.
Vergessen oder: Sie müssen doch wissen, wie Sie heißen! 247
Bernhard Z., geboren am 29. Juli 1942 in Schivelbein, untergebracht in Heim »Pommern« und Heim »Sonnenwiese«. Bei
Pflege- bzw. Adoptiveltern aufgewachsen. Reedereikaufmann, seit
43 Jahren verheiratet, ein Sohn.
Verschwiegen oder: Ich bin ein Patenkind von
Heinrich Himmler 263
Guntram W., geboren am 3. Oktober 1943 in Posen. LebensbornMündel. Später im Heim »Pommern« untergebracht. Nach
Kriegsende mit Mutter, Halbgeschwistern und Stiefvater aufgewachsen. Viele Jahre in den USA. Übersetzer und Lehrer. Verwitwet, ein Sohn.
Gnadenlose Auslese 279
Aussortiert oder: Richtige Ruhe habe ich nie gefunden 285
Wolfgang S., geboren am J.Juni 193J in Niedersachswerfen
(Harz). In den Heimen »Pommern« und »Sonnenwiese« untergebracht. Zweimal bei Pflegefamilien, die ihn zurückschicken.
Zur »Untersuchung« in der Jugendpsychiatrie in BrandenburgGörden. Aus Lebensborn-Vormundschaft entlassen. Ab 1943 bei
den späteren Adoptiveltem. Hotelier, verwitwet und wieder verheiratet, zwei Söhne, vier Enkel.
Ausgesondert oder: Diagnose »mongoloide Idiotie« 305
Sigune Imma D., geboren am 18. Januar 1943 im Heim » Wienerwald«. Später im Heim »Sonnenwiese«. Zweites Kind von Hans
und Gerda D. Ermordet am 29. Dezember 1943 im Sächsischen
Krankenhaus Großschweidnitz.
Kinderraub und Zwangsgermanisierung 313
Eingedeutscht oder: Ich konnte mich nicht wiederfinden 319
Barbara P, geboren am 1. oder 2. Februar 1938 in Gdynia/Gdingen, 1942 »germanisiert«, im Heim »Pommern« und später bei
deutschen Pflegeeltern untergebracht. 1948 repatriiert. Bei Verwandten und im Heim aufgewachsen. Textildesignerin. Verwitwet, ein Sohn, eine Tochter, vier Enkel.
Importiert oder: Wir hatten es gut 337
Helga D., geboren am 12. November 1943 im norwegischen
Lebensborn-Heim »Hurdal Verk«. Später im Lebensborn-Kinderheim »Moldegärd«. Nach Deutschland verfrachtet, im Heim
»Friesland« untergebracht. Zusammen mit Rainer R. bei deutschen Pflege- beziehungsweise Adoptiveltern aufgewachsen. Arzthelferin, MTA, Hausfrau, verheiratet, keine Kinder.
Verschleppt oder: Ich bin ein Banditenkind -
und stolz darauf 353
Ingrid 0., ursprünglich Erika M., geboren am 11. November 1941
im slowenischen Rogaska Slatina (St. Sauerbrunn). Mit neun
Monaten nach Deutschland verschleppt. Bis Sommer 1944 im
Heim »Sonnenwiese«, dann bei Pflegeeltern und in Kinderheimen. Krankengymnastin, unverheiratet, keine Kinder.
Lebenslang Lebensborn 367
Dank 369
Literatur 370
Anmerkungen 372
Bildnachweis 384

Details

Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Schmitz-Köster, Dorothee ; Vankann, Tristan
Verfasser*innenangabe: Dorothee Schmitz-Köster, Tristan Vankann
Jahr: 2012
Verlag: München ; Zürich, Piper
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Systematik: Suche nach dieser Systematik GE.SP, I-12/18
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ISBN: 978-3-492-05533-8
2. ISBN: 3-492-05533-8
Beschreibung: 383 Seiten : Illustrationen
Schlagwörter: Drittes Reich, Erlebnisbericht, Lebensborn e.V., Deutschland / Lebensborn e.V.
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Sprache: Deutsch
Fußnote: Literaturverzeichnis: Seite 370-371
Mediengruppe: Buch