Aus dem Vorwort der Autorin: "Fünfzig Jahre nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges stellt die Autorin narzißtische Charakterentwicklungen der ´zweiten Generation` dar. Die erste Generation, die Eltern dieser Kriegskinder, waren im ´Dritten Reich` herangewachsen oder erwachsen. Die meisten von ihnen teilten den Wahn ´ihres Führers`, der ihnen den Besitz der ganzen Welt versprach, in Wirklichkeit aber überall die Vernichtung befahl. Gegenüber ihren Kindern sprachen sie nicht von den Ereignissen, vor allem nicht von der Bedeutung, die diese Zeit und dieser Krieg für sie hatte, den sie miterlebt, mitgemacht oder in dem sie mitgewußt hatten. Mit der ´Stunde Null` schnitten sie ihre Erinnerungen, ihre Geschuchte ab; sie erstarrten in Schweigen, die Fragen der Kinder blieben unbeantwortet. Aber dieses Schweigen drängte sich in das Unbewußte ihrer Kinder ein und entfaltete dort seine Wirkung. (...)"
Inhalt
Dank.................................................................................. 7
Einleitung ........................................................................ 9
Klinischer Teil
Darstellung der Traumatisierung durch Kriegs- und
Nachkriegsereignisse in drei psychoanalytischen
Erstgesprächen ............................................................ 27
Opfer und Täter • Bericht aus einer Analyse............... 83
Die Tragik von Identifizierungsprozessen in der
»zweiten Generation« - eine Gegenüberstellung .... 135
Bedrängnis und Emanzipation • Die Situation eines
Nachkriegskindes............................................................ 185
Ein Flüchtlingsschicksal, eine Variante zu Bethlehem • Die Entstehung von Größenphantasien............................205
Einzelne spezifische Konstellationen aus Analysen von
Kriegs- und Nachkriegskindern ........................................229
Theoretischer Teil
Der Hochstapler in der psychoanalytischen Literatur . . 261
Ichsyntone Objektmanipulation • Die Erstellung eines
Hörigkeitsverhältnisses als narzißtische Abwehr .... 295
Spalten, Ertragen und Gestalten ........................................409
Die Verarbeitung eines Traumas in der Kunst............ 469
Schlußbetrachtung......................................................... 495
Literatur.........................................................................501
Bildnachweis...................................................................512
Personenregister............................................................ 513