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Hinter dem Regenbogen

entwicklungspsychiatrische, sexual- und kulturwissenschaftliche Überlegungen zur Genderdebatte und zum Phänomen der Geschlechtsdysphorie bei Minderjährigen
Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Korte, Alexander
Verfasser*innenangabe: Alexander Korte
Jahr: 2024
Verlag: Stuttgart, Verlag W. Kohlhammer
Mediengruppe: Buch
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Inhalt

(I-25/04-C3) (G ZWs / SC)
Eine wachsende Zahl von Minderjährigen fühlt sich "im falschen Körper gefangen". Mit "trans" ist eine neue Identifikationsschablone im Angebot, die auf eine Gruppe vulnerabler Jugendlicher trifft, insbesondere Mädchen, die Schwierigkeiten mit den körperlichen Veränderungen der Pubertät haben. Der Autor beschreibt allgemeinverständlich den aktuellen Stand der Wissenschaft und des mit zahlreichen Halbwahrheiten und ideologiegetriebenen Faktenverzerrungen vergifteten Diskurses. Er plädiert für evidenzbasierte Entscheidungen und warnt vor irreversiblen Gesundheitsschäden durch eine übereilte, oft auf falschen Annahmen und Versprechungen fußende "transaffirmative" Behandlung. Unter Missbrauch der Regenbogen-Botschaft setzen Mediziner, Politiker und Medien eine kleine, höchst schutzbedürftige Patientengruppe größten Gefahren aus.
 
"Dies ist das bislang umfassendste und damit der Komplexität des Themas angemessene Werk zur Erforschung zunehmender Transgender-Identifikation bei Jugendlichen."
(Dr. Roberto D'Angelo, Psychiater und Psychoanalytiker, Präsident der Society for Evidence-based Gender Medicine)
 
"Ein in jeder Hinsicht fachlich fundiertes Buch, das verständlich und klar einen umfassenden Überblick über den aktuellen Forschungsstand und wertvolle, wegweisende Einsichten über den therapeutischen Umgang mit Geschlechtsdysphorie bei Kindern und Jugendlichen gibt."
(Prof. Dr. Dr. Tobias Banaschewski, Direktor der Abteilung für Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim)
 
"Ich kenne kein anderes Buch, das Wissen aus so vielen Disziplinen zusammenführt und nicht nur dem medizinischen Fachpublikum ein nahezu enzyklopädisches Panorama liefert, sondern auch Eltern und einer breiten Öffentlichkeit, die ein maßgebliches Nachschlagewerk wünschen."
(Dr. David Bell, Psychiater und Psychoanalytiker, Leiter bis 2021 der Fitzjohn's Unit im Tavistock and Portman NHS Trust, ehem. Präsident der British Psychoanalytic Society)
 
"Hinter dieses Buch kann nicht zurückgefallen werden. Es räumt radikal mit ,Gefühlen' und Ideologien auf und stellt diesen Fakten und Reflexionen entgegen. Lebensrettend für Eltern betroffener Mädchen (80 %). Hilfreich für Experten - und beschämend für PolitikerInnen, die einer grotesk faktenleugnenden, jugendgefährdenden Ideologie hinterher hecheln."
(Alice Schwarzer, Autorin und EMMA-Verlegerin)
 
REZENSION:"Fazit -
Alexander Kortes Buch ist Fachpersonen nachdrücklich zu empfehlen: Es erhellt die komplexe Problematik nicht nur deutlich, sondern diskutiert differenziert die Aspekte des Themas, das zur Zeit in der öffentlichen Wahrnehmung in einer verzerrenden und, für den Lebensweg junger Menschen, ggf. sogar gefährlichen moralisch aufgeladenen "Schwarz-Weiß-Spaltung daherkommt". Ich halte das Werk auch für außerordentlich hilfreich für alle Betroffenen und Eltern im emotionalen Dilemma."
socialnet - vollständige Rez siehe Link
 
Inhalt
 
Vorwort .................................................................................................13
1 Einleitung - Anlass, Anspruch und Ambition dieses
Buches ................................................................................19
1.1 Hintergrund - Identitätspolitische Großwetterlage und
aktuelle Fachdebatte .......................................................19
1.2 Begriffsverwirrung, Bedeutungsverschiebung,
Deutungshoheit - und „Recht auf Irrtum" ................... 22
1.3 Zwei Perspektiven - Wissenschaftliche Monografie und
politischer Debattenbeitrag ...........................................25
1.4 Exkurs: Krieg der Sternchen - Der Sprechakt in Zeiten des
Kulturkampfes ................................................................ 28
1.5 Dreiecksverhältnis - Wissenschaft, Ideologie und Politik ..... 35
2 Prävalenzanstieg - Ich fühle, also bin ich: Wie eine
Diagnose sich ihre Nachfrage erschafft .......................... 41
2.1 Prävalenz-Zahlen - Dependenz von definitorischen
Begrenzungen und Erhebungskriterien .......................45
2.2 Demografische Verschiebung - Zunahme der Diagnose Häufigkeit speziell bei Jugendlichen ............................. 47
2.3 Inversion der Sex-Ratio - Rapid Onset Gender Dysphoria
(ROGD) ............................................................................51
2.4 Veränderungen des Patientenprofils - Erhöhte Rate
psychiatrischer Komorbidität ..........................................54
2.5 Angebot und Nachfrage - Gründe für die drastische
Zunahme der Diagnose-Häufigkeit ................................56
3 Paradigmenwandel? - Sexualwissenschaft in Zeiten des
poststrukturalistischen Idealismus ...................................59
3.1 Fischen im Trüben - Geschlechtsverwirrung als Neue
Unübersichtlichkeit ....................................................... 61
3.2 Der kleine Unterschied und die Folgen - Warum es zwei
Geschlechter gibt, aber kein drittes ...............................65
3.3 Sex Playbook - Verteilte Rollen nach Geburt, Erziehung und
Selbstwahrnehmung ..................................................... 73
3.4 Triumph des identitätslogischen Fundamentalismus -
Die Ver(m)achtung von Wissenschaft ........................... 78
3.5 Nomen est omen - Transsexualität, Geschlechtsdysphorie
oder Geschlechtsinkongruenz? ..................................... 81
3.6 (Un)Doing gender - Zur Performanz medizinischer
Klassifikations- und Diagnosesysteme ..........................90
4 Transpolitik, Transethik, Transaktivismus - Vom klinischen
Befund zum Glaubenskrieg (und zurück) ......................93
4.1 Gender trouble - Vom Unbehagen einer (un)wissenschaftlichen Theorie ...... 95
4.2 Re-Traditionalisierung von Geschlechtsrollen - Gender als
Gegenstand moralischer Panik .....................................99
4.3 Butler, Schweiß und Tränen - Die große Opfer verschiebung................................................................ 103
4.4 Making-of - Über den Beitrag von Gesetzesinitiativen zur
neuen Transorthodoxie ..............................................105
4.5 Geschlechtswechsel per Sprechakt - „Selbstbestimmungsgesetz" als Etikettenschwindel ................................... 110
4.6 Krankheitsbehandlung oder Wunscherfüllungsmedizin? -
Sozialrechtliche Aspekte ..............................................120
5 Psychisch „krank" - Medizinische Grundlagen für das
gecancelte K-Wort ...........................................................127
5.1 Geschlechtsinkongruenz als Spektrum - Erscheinungsbild
und Ausprägungsgrade ............................................... 128
5.2 Diagnostik - prozessual, entwicklungsorientiert, holistisch
und multiaxial .............................................................. 130
5.3 Somatische Anamnese - Körperliche Untersuchung -
Erweiterte Diagnostik .................................................. 144
5.4 Komorbidität als Folge von Minoritätenstress? - Die Frage
nach der Henne und dem Ei .........................................147
5.5 Alternative Peilungen - Differenzialdiagnosen in Kindheit
und Adoleszenz ...........................................................153
5.6 Differenzialtypologie - Gynäphil, androphil, bisexuell. Oder
nonbinär, fluide, pansexuell? .......................................158
6 Pubertätskrise - Die Leiden der jungen Generation am
eigenen Geschlecht .......................................................173
6.1 Moratorium Pubertät - „Friedhof der Kuscheltiere.
Exhumierung nicht ausgeschlossen" ...........................176
6.2 Probleme der weiblichen Adoleszenz - Körperdysphorie,
depressives Selbstkonzept ............................................179
6.3 Gestaltung sexueller Beziehungen - Lieben lernen in Zeiten
innerer Orientierungslosigkeit .................................... 188
6.4 Sonderfall sexueller Missbrauch - Spaltung zwischen dem
Selbst und dem Körper ................................................ 195
6.5 Will ich Mann sein oder nur keine Frau? - Pubertäre
Ausweich-manöver im Rückwärtsgang ........................197
6.6 Wahlverwandtschaften - Anhalten der Zeit durch
Essverweigerung oder Pubertätsblocker .................... 198
7 Psycho- oder Somatogenese - Genderdysphorie und Transsexualität: Ursachen (k)einer Krankheit ........................ 205
7.1 Vita transsexualis? - Allgemeine Überlegungen zur
Ätiologie-Frage ............................................................. 207
7.2 „Im falschen Körper"? - Essentialistisches Denken und
inkompetentes Schweigen ....................................... 211
7.3 Neurobiologische Befunde - Genetische und hormonelle
Erklärungsansätze ....................................................... 214
7.4 Seitenblick - Zur Geschlechtsidentitätsentwicklung
intersexueller Kinder .................................................... 221
7.5 Ursachenforschung - Ungünstige oder traumatische
Kindheitserfahrungen .................................................226
7.6 Psychologische Modelle - Psychodynamische und andere
Theorien zur Transsexualität .........................................228
8 Pubertätsblockade - Risiken früher Weichenstellung,
medizinethische und rechtliche Aspekte ......................239
8.1 Genderexplorativ oder transaffirmativ? - Kontroverse um
verschiedene Therapieansätze ..................................... 240
8.2 Quo vadis? - Studien zu Verlauf und Persistenz kindlicher
Geschlechtsinkongruenz 247
8.3 Umstrittene Frühmedikalisierung - Rationale und Nutzen Risiko-Relation ....253
8.4 Geschichte der pädiatrischen „Gender-Medizin" -
Eine Tragödie in mehreren Akten ................................268
8.5 Alternativen zur Pubertätsblockade - Behandlung mit
Gestagenen oder Antiandrogenen ............................. 286
8.6 Primum non nocere - Medizinethische Überlegungen
und medizinrechtliche Fragen ....................................289
9 Prothesengott - Konträrgeschlechtliche Hormone und
operative „Geschlechtsangleichung" ...........................299
9.1 Differenzielle Indikationsstellung - Shared Decision Making
und Informed Consent .................................................301
9.2 Behandlung mit gegengeschlechtlichen Sexualhormonen -
Allgemeine Grundsätze ................................................303
9.3 Konträrgeschlechtliche Hormontherapie bei Transjungen
und Transmännern (FMT) .............................................306
9.4 Konträrgeschlechtliche Hormontherapie bei Transmädchen
und Transfrauen (MFT) .................................................308
9.5 Auf dünnem Eis - Zur Evidenz der maskulinisierenden/
feminisierenden Hormontherapie ................................311
9.6 Weg zum Glück? - „Geschlechtsangleichende"
chirurgische Maßnahmen ............................................315
10 Perspektivwechsel - Wie „trans" in den Echokammern der
Medien vom Leiden zum Lifestyle wurde .................... 323
10.1 Influencer Economy - Sinnsucher und Sinnverkäufer .......... 325
10.2 Soziale Ansteckung im medialen Kontakthof - Mass-media
induced illness .............................................................. 329
10.3 Trans-Identifizierung als Zeitgeistphänomen - Das
Gesundheits-system als Teil des Problems ................... 333
10.4 Identity politics von rechts und von links - Tribalismus
und Intersektionalismus ...............................................336
10.5 No limits? - Generation Z im Spannungsfeld zwischen
Anything goes und Optimierungszwang ................... 339
10.6 Neosexuelle Revolution - Ausweitung der Kampfzone
oder narzisstischer Rückzug? .......................................342
10.7 Reich der Freiheit oder neuer Fesseln? - More sexes,
more drugs, less Rock'n'Roll ........................................347
10.8 Aufklärung im Rückwärtsgang - Somewhere over the
rainbow .........................................................................351
11 Fazit und Ausblick - Self-empowerment statt Gender
trouble und medizinische Transition als ultima ratio ....355
11.1 Kinder sind keine kleinen Erwachsenen - Konsequenzen
für die klinische Praxis .................................................. 358
11.2 Weg zu Autonomie - Genderexplorative Psychotherapie ist
keine Konversionsbehandlung .................................... 362
11.3 Ultima ratio - „Geschlechtsangleichung" auch bei
Minderjährigen? ...........................................................365
11.4 Ausblick-Zurück in die Zukunft oder Im Westen nichts
Neues? .......................................................................... 368
Danksagung ........................................................................................373
Literatur .............................................................................................. 377
Sachwortverzeichnis ..........................................................................407

Details

Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Korte, Alexander
Verfasser*innenangabe: Alexander Korte
Jahr: 2024
Verlag: Stuttgart, Verlag W. Kohlhammer
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Systematik: Suche nach dieser Systematik PN.EG, I-25/04
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ISBN: 978-3-17-045588-7
2. ISBN: 3-17-045588-5
Beschreibung: 1. Auflage, 411 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Schlagwörter: Entwicklungspsychologie, Gender Studies, Geschlechtsdysphorie, Minderjähriger, Gender Identity Disorder (Veralteter Begriff, zu Retrievalzwecken beibehalten), Gender dysphoria, Gender-Forschung, Genderstudie, Genetische Psychologie, Geschlechterfrage, Geschlechtertheorie, Geschlechtsidentitätsstörung (Veralteter Begriff, zu Retrievalzwecken beibehalten), Geschlechtsinkongruenz (ICD-11), Psychogenese <Entwicklungspsychologie>
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Sprache: Deutsch
Fußnote: Literaturverzeichnis: Seite 377-406
Mediengruppe: Buch