Der Umgang mit entwicklungs- und verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen ist Bestandteil des beruflichen Alltags in den unterschiedlichsten psychosozialen Einrichtungen. Die Fachkräfte sehen sich tagtäglich mit einer Fülle sozialer und psychischer Probleme konfrontiert. Für den Umgang mit diesen Problemstellungen benötigen sie ein fundiertes theoretisches und methodisches Wissen.
Seit den Anfängen der Bindungsforschung durch John Bowlby sind mehr als 40 Jahre vergangen. Die neuere Bindungsforschung basiert auf seinen Erkenntnissen und geht davon aus, dass der Wunsch nach Sicherheit und verlässlichen Beziehungen ein entscheidendes Grundbedürfnis des Menschen ist. Für die psychische Entwicklung ist die Qualität der frühen Bindungserfahrungen entscheidend. Belastende Bindungsmuster im Kindes- und Jugendalter erfordern angemessene Antworten durch professionelle Erziehung, soziale Arbeit und Therapie sowie institutionelle Rahmenbedingungen, die haltgebende Funktionen ermöglichen.
INHALT
Einleitung ..............................................................................................................7
Grundlegende Aspekte menschlicher Bindungen
Heiner Keupp
Identitätsbildung in der Netzwerkgesellschaft: Welche Ressourcen
werden benötigt und wie können sie gefördert werden?...................................15
Karl Heinz Brisch
Grundlagen der Bindungstheorie und aktuelle Ergebnisse
der Bindungsforschung.......................................................................................51
Vom Nutzen der Bindungstheorie und Entwicklungsforschung
für die pädagogische und beraterische Praxis
Wilfried Datler
Ist Bindungstheorie von psychoanalytischer Relevanz?
Über unmittelbare und mittelbare Folgen der Bindungsforschung für
Psychoanalytische Pädagogik ............................................................................71
Éva Hédervári-Heller
Frühe Interaktionsstrukturen in der Mutter-Kind-Dyade:
Interaktionsprozesse sowie Selbst- und Objektrepräsentanzen ......................109
Hans von Lüpke
Vorgeburtliche Bindungserfahrungen –
Konsequenzen für die Interpretation und Begleitung
von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten .....................................................133
Joachim Heilmann
Die Beteiligung des Kindes an der Entstehung
von Bindungsmustern und Beziehungsstrukturen ...........................................145
Susanne Kupper-Heilmann
Auswirkungen frühen Mutterverlustes
auf die psycho-emotionale Entwicklung des Kindes –
Fallbeispiele aus dem heilpädagogischen Reiten ............................................167
Entwicklungschancen aus der Sicht der Bindungs- und
Präventionsforschung
Rolf Göppel
Die Bedeutung früher Bindungserfahrungen für die sozialen
Interaktionen von Kindern in späteren außerfamiliären Kontexten................191
Georg Romer
Anwendungen der Bindungstheorie bei präventiven
psychotherapeutischen Interventionen im Kindes- und Jugendalter ..............211
Autoren..............................................................................................................229
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Verfasser*innenangabe:
Urte Finger-Trescher und Heinz Krebs (Hg.)
Jahr:
2025
Verlag:
Gießen, Psychosozial-Verlag
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Systematik:
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PI.HEK
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ISBN:
978-3-8379-3211-9
2. ISBN:
3-8379-3211-7
Beschreibung:
Neuauflage der Originalausgabe von 2003, 231 Seiten
Sprache:
Deutsch
Fußnote:
Enthält Literaturangaben
Mediengruppe:
Buch