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Medienerziehung in der digitalen Welt

Grundlagen und Konzepte für Familie, Kita, Schule und Soziale Arbeit
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Verfasser*innenangabe: Sandra Fleischer-Tempel (Herausgeber), Daniel Hajok (Herausgeber, Mitwirkende), Julia Behr (Mitwirkende), Lidia de Reese (Mitwirkende), Stephan Dreyer (Mitwirkende), Susanne Eggert (Mitwirkende), Sandra Fleischer (Mitwirkende), Anne Hensel (Mitwirkende), Laura Keller (Mitwirkende), Klaus Lutz (Mitwirkende), Roland Lutz (Mitwirkende), Antje Müller c/o Witte (Mitwirkende), Frank Röhrer (Mitwirkende), Björn Schreiber (Mitwirkende), Olaf Selg (Mitwirkende), Friederike Siller (Mitwirkende)
Jahr: 2025
Verlag: Stuttgart, Verlag W. Kohlhammer
Mediengruppe: Buch
nicht verfügbar

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Inhalt

Mit den Veränderungen in der Welt der Medien hat sich das Leben junger Menschen grundlegend gewandelt. Jugendliche, bereits Kinder tauchen mit ihren mobilen Alleskönnern immer autonomer in die offene und vernetzte Welt digitaler Medien ein und entziehen sich dabei immer mehr einer direkten Einflussnahme. Erziehende und pädagogische Fachkräfte fragen sich, wie sie den Medienumgang unter diesen Vorzeichen überhaupt noch angemessen begleiten können und wie sie ihre Schützlinge für die Nutzung der Potenziale stark machen und Risiken des Umgangs mit digitalen Medien von ihnen fernhalten können.
Dieser Band zur Medienerziehung gibt Antworten darauf. Ausgehend von einer grundsätzlichen Perspektive auf Erziehung gibt er differenziert Einblick in das veränderte Heranwachsen in der zunehmend mediatisierten Welt und in den aktuellen Medienumgang von Kindern und Jugendlichen. Die entwicklungs- und sozialisationsbedingt medienbezogenen Vorlieben und Kompetenzen verschiedener Altersgruppen werden alltagsnah als Ansatzpunkte medienerzieherischen Handelns dargestellt und grundgesetzlich verankerte Rechte von Kindern und Jugendlichen, Elternprivileg und Wächteramt des Staates als wichtige Rahmungen entworfen.
Die weiteren Beiträge des Bandes sind den einzelnen Handlungsfeldern gewidmet. Sie zeigen nicht nur die Ansprüche, Muster medienerzieherischen Handelns von Eltern und deren Unterstützungsbedarf auf, sondern auch, wie die Erziehenden in der Eltern- und Familienarbeit sinnvoll unterstützt werden können. Am Beispiel von Internet of Toys wird für aktuelle Phänomene in den Kinderzimmern sensibilisiert und der pädagogische Umgang mit Medien zu einem ganz selbstverständlichen Thema frühkindlicher Bildung und Erziehung in Kitas gemacht. Gleich mehrere Beiträge widmen sich verschiedenen Facetten einer in schulische Medienbildung eingebetteten medienerzieherischen Unterstützung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen. Mit konkreten Lösungen für die praktische Arbeit werden zudem die besonderen Herausforderungen in den Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Erziehungshilfen dargestellt und abschließend sinnvolle Internetangebote zur Medienerziehung vorgestellt, die sich an Kinder und Jugendliche selbst oder an Erziehende und pädagogische Fachkräfte richten.
 
Inhalt
 
Vorwort .................................................................. 11
Vorwort zur 2., überarbeiteten und erweiterten Auflage ............. 13
I Grundlagen
1 Erziehung ist politisch – eine Skizze ............................ 17
Ronald Lutz
1.1 Warum Freire? ............................................. 17
1.2 Thesen einer Anthropologie des Erziehens .................. 19
1.3 Verborgener Kolonialismus im pädagogischen Alltag . ..... 22
1.4 Entpolitisierung ............................................. 25
1.5 Von den Menschen ausgehen ................................ 28
1.6 Skizze einer verstehenden Pädagogik ........................ 30
1.7 Politische Ethik des Erziehens – eine Pädagogik des Lebens 34
1.8 Nachwort ................................................... 36
2 Heranwachsen in der zunehmend mediatisierten
Gesellschaft: Kinder und Jugendliche im Spannungsfeld
digitaler Medien .................................................. 38
Daniel Hajok
2.1 Wie sich Kindheit und Jugend gewandelt haben .......... 38
2.2 Freizeitwelten junger Menschen im Wandel ................. 46
2.3 Aktuelle Medienwelten von Kindern und Jugendlichen ..... 48
2.4 Herausforderungen für die Medienerziehung .............. 52
3 Medienerziehung als intendiertes, auf die Lebenswelten,
Vorlieben und Kompetenzen Heranwachsender bezogenes
Handeln ........................................................... 60
Sandra Fleischer-Tempel & Daniel Hajok
3.1 Einleitung ................................................... 60
3.2 Medienerziehung als besondere Herausforderung der
digitalen Welt ............................................ 62
3.3 Medienkompetenz als Erziehungs- und Bildungsziel ......... 63
3.4 Individuelle Medienaneignungsprozesse ................. 65
3.5 Lebensweltliche Kontexte von Medienerziehung .......... 66
3.6 Medienbezogene Vorlieben und Kompetenzen als
Ansatzpunkt ............................................. 68
3.7 Fazit ....................................................... 81
4 Online-Risiken: Sichtweisen von Eltern, Pädagog*innen und
Heranwachsenden ................................................ 86
Christa Gebel, Niels Brüggen & Achim Lauber
4.1 Risikobezogene Sorgen und negative Online-Erfahrungen ........... 87
4.2 Fähigkeiten und Kenntnisse ................................. 89
4.3 Verantwortungszuschreibung für den Kinder- und
Jugendmedienschutz ........................................ 92
4.4 Schutzbezogenes Handeln ................................ 93
4.5 Fazit ....................................................... 97
5 Kinderrechte, Erziehungsprivileg und die Mehrfachrolle des
Staates: Medienerziehung aus der Perspektive von
Grundund Menschenrechten ............................................ 99
Stephan Dreyer
Einleitung ........................................................ 99
5.1 Verfassungsrechtliche und menschenrechtliche Grundlagen
der Rollenverteilung bei der Medienerziehung .............. 100
5.2 Kinder und ihre medien- und kommunikationsbezogenen
Rechte und Schutzinteressen ................................ 103
5.3 Erziehungsrecht und -auftrag der Eltern .................. 108
5.4 Auffangverantwortung des Staates ......................... 112
5.5 Staatlicher Bildungs- und Erziehungsauftrag im Schulwesen 114
5.6 Auflösung der Konfliktlinien: Alles im Interesse des Wohls
des Kindes ................................................... 115
II Medienerziehung in Familie und Kita
6 »Maschinelles Spielen«? Vom elektrischen Spielzeug zum
Internet of Toys .................................................. 123
Friederike Siller
6.1 Internet of Toys ............................................. 123
6.2 Die Vernetzung des Kinderzimmers ........................ 125
6.3 Beispiele für programmierbares Spielzeug für Vorschule und
Grundschule ........................................... 125
6.4 Diskussion ............................................ 126
6.5 Fazit ...................................................... 128
7 Familiäre Medienerziehung in der Welt digitaler Medien:
Ansprüche, Handlungsmuster und Unterstützungsbedarf
von Eltern ......................................................... 129
Susanne Eggert
7.1 Einleitung ................................................... 129
7.2 Medienerziehung als Teilbereich von Erziehung ............. 130
7.3 Haltung von Eltern zu digitalen Medien .................. 131
7.4 Herausforderungen, Sorgen und Ängste ................. 132
7.5 Vorbildrolle ............................................ 135
7.6 Medienerziehung in Familien ............................ 136
7.7 Unterstützung im medienerzieherischen Alltag .............. 142
8 Medienbezogene Eltern- und Familienarbeit – Erfahrungen
aus dem Thüringer Projekt »MEiFA – Medienwelten in der
Familie« ........................................................... 145
Erika Bartsch, Bastian Miersch & Frank Röhrer
8.1 Der Einzug von digitalen Geräten in die Familien .......... 145
8.2 Notwendigkeit von Elternarbeit ............................. 146
8.3 Gesellschaftliche Herausforderungen und Veränderungen
für Familien . . . . . ............................................ 147
8.4 Das Projekt »MEiFA – Medienwelten in der Familie« ..... 149
8.5 Medien mit allen Generationen erleben ................. 150
8.6 Sozial benachteiligte Familien erreichen ................. 154
8.7 Gelingt generationsübergreifende Medienarbeit? ............. 155
9 SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht: Ein
Ratgeber zur familiären Medienerziehung und die Rolle der
Mediencoaches .................................................... 157
Iren Schulz
9.1 Einleitung ................................................... 157
9.2 SCHAU HIN! ist eine Initiative mit wissenschaftlichem
Fundament und starken Partnern ......................... 157
9.3 Verstehen ist besser als Verbieten: Die SCHAU
HIN!-Leitlinien setzen auf eine vermittelnde Perspektive in
der Medienerziehung ........................................ 158
9.4 Zielgruppen da erreichen, wo sie sind: Formate und
Kommunikationskanäle .................................... 159
9.5 Exkurs: Die Eltern-Medienkurse als Reaktion auf den
wachsenden Orientierungsbedarf ............................ 160
9.6 Exkurs: Die Mediencoaches als Impulsgebende und
Beratende ................................................... 162
9.7 Verständnis zeigen und Orientierung bieten: Eine
persönliche Einordnung . .................................... 165
10 Ganz alltäglich – Medien gehören auch in die Kita ............ 167
Julia Behr
10.1 Weshalb frühkindliche Medienbildung selbstverständlich
sein muss ................................................................................ 167
10.2 Besonderheiten der frühkindlichen Medienbildung .......... 169
10.3 Mediennutzung ab dem frühen Kindesalter erfordert eine
frühe Medienbildung ........................................ 170
10.4 Wie medienpädagogische Arbeit in der Kita aussehen kann 171
10.5 Die Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte ist das A
und O .......................................................................................................173
11 Sehnsuchtsort Natur oder das Verschwinden der sinnlichen
Wahrnehmung .................................................... 176
Klaus Lutz
11.1 Der Mensch und sein Verhältnis zur Natur . ................. 177
11.2 Technikfeindlichkeit . ........................................ 179
11.3 Die Natur als ideale Lehrmeisterin ........................ 180
11.4 Der erste Schultag – das unvermittelte Ende des
Naturbezugs ............................................ 182
III Medienerziehung und Medienbildung in Schule und
anderswo
12 Medien in die Schule: Freie Materialien zur Begleitung,
Sensibilisierung und Unterstützung Jugendlicher beim
Medienumgang ................................................... 187
Lidia de Reese, Jo Schuler & Björn Schreiber
12.1 Open Educational Resources – Begriffserklärung ......... 188
12.2 OER – Chancen und Hürden für die digitale Bildung ..... 189
12.3 »Medien in die Schule« – OER zur digitalen Bildung und
Medienerziehung im Unterricht ............................. 190
12.4 Grundsätzliche Leitlinien .................................... 191
12.5 Auffindbarkeit und Bewertung ............................. 192
12.6 Unterrichtseinheiten ........................................ 193
12.7 Werkzeugkästen ............................................ 193
12.8 Aktuelle Themen: Jugendliche online/Künstliche
Intelligenz/Desinformation ................................. 194
13 Potenziale von Kinderwebseiten für den Kompetenzaufbau
von Medienbildung und Medienerziehung im Unterricht ..... 197
Laura Keller & Antje Müller
13.1 Was sind ›pädagogisch wertvolle‹ Kinderseiten? .............. 197
13.2 Welche konkreten Anschlussmöglichkeiten bieten
Lehrpläne? ............................................ 199
13.3 Kinderwebseiten konzeptionell in die Grundschule
einbinden – Wie? Was? Warum? ............................ 204
13.4 Einsatzmöglichkeiten von Kinderseiten im
Grundschulunterricht .................................... 205
13.5 Fazit ........................................................ 210
14 Notwendige Ergänzung oder Lückenfüller? Externe Anbieter
von Schulmaterialien zur Medienbildung und
Medienerziehung ................................................. 214
Olaf Selg
14.1 Medienbildung mit der Bundeszentrale für politische
Bildung (bpb) ............................................. 215
14.2 Zwei Best Practice-Beispiele der letzten Jahre: »Krieg in den
Medien« und »Faszination Medien« ......................... 217
14.3 Filmbildung mit Vision Kino – Netzwerk für Film- und
Medienkompetenz ......................................... 220
14.4 Fazit ...................................................... 227
15 Medienerziehung als Thema von Kinder-, Jugend- und
Erziehungshilfen ................................................. 230
Daniel Hajok
15.1 Welche ›Probleme‹ des Medienumgangs junger Menschen
prägen die Kinder-, Jugend- und Erziehungshilfen? ......... 230
15.2 Welche besonderen Herausforderungen stellen sich den
pädagogischen Fachkräften in den Einrichtungen? ......... 233
15.3 Welche (medien-)pädagogischen Konzepte lassen sich
sinnvoll in die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und
Erziehenden integrieren? .................................... 235
15.4 Wie sind Heranwachsende in den Einrichtungen
angemessen medienerzieherisch zu begleiten und
Erziehende zu unterstützen? . ................................ 238
15.5 Welche rechtlichen Bestimmungen sind beim Umgang mit
digitalen Medien zu beachten? ............................. 241
15.6 Fazit ....................................................... 243
16 Jugendmedienbildung in ländlichen Räumen .................. 246
Björn Schreiber & Isgard Walla
16.1 Einleitung ................................................... 246
16.2 Ländliche Räume . . . ........................................ 246
16.3 Herausforderungen der Medienpädagogik und
Medienerziehung in ländlichen Räumen .................. 248
16.4 Medienpädagogische Ansätze: Projekt jumblrJIM –
Jugendmedienbildung im ländlichen Raum ................. 250
16.5 Von Maßnahmen und Projekten zur Strategie .............. 253
16.6 Schluss .................................................... 254
17 Medienkompetenzförderung für geistig beeinträchtigte
Heranwachsende – eine Projektidee ............................. 256
Sarah Marie Kazmaier & Johanna Wunsch
17.1 Überblick ................................................... 256
17.2 Warum inklusive Medienbildung? ......................... 256
17.3 Was unterscheidet Medienbildung von inklusiver
Medienbildung? . ............................................ 258
17.4 Rahmenbedingungen inklusiver Medienbildung ......... 258
17.5 Projektkonzept für inklusive Medienbildung .............. 260
17.6 Fazit und Ausblick ......................................... 273
18 Medienerziehung im Internet – ein Überblick ................. 276
Sandra Fleischer-Tempel & Daniel Hajok
Verzeichnisse
Verzeichnis der Autorinnen und Autoren ............................. 285

Details

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Verfasser*innenangabe: Sandra Fleischer-Tempel (Herausgeber), Daniel Hajok (Herausgeber, Mitwirkende), Julia Behr (Mitwirkende), Lidia de Reese (Mitwirkende), Stephan Dreyer (Mitwirkende), Susanne Eggert (Mitwirkende), Sandra Fleischer (Mitwirkende), Anne Hensel (Mitwirkende), Laura Keller (Mitwirkende), Klaus Lutz (Mitwirkende), Roland Lutz (Mitwirkende), Antje Müller c/o Witte (Mitwirkende), Frank Röhrer (Mitwirkende), Björn Schreiber (Mitwirkende), Olaf Selg (Mitwirkende), Friederike Siller (Mitwirkende)
Jahr: 2025
Verlag: Stuttgart, Verlag W. Kohlhammer
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ISBN: 978-3-17-044596-3
2. ISBN: 3-17-044596-0
Beschreibung: 2., überarbeitete Auflage, 230 Seiten : 1 Abb., 4 Tab
Sprache: Deutsch
Fußnote: Enthält Literaturangaben
Mediengruppe: Buch