»Wenn mich Leser fragen, welches meiner Bücher mir am liebsten ist, würde ich wohl antworten, daß ich besonders stolz auf das Buch ›Existenzielle Psychotherapie‹ bin.« - Irvin Yalom
Wohl kaum ein anderes, über alle Psychotherapieschulen hinweg anerkanntes Standardwerk zur Psychotherapie, wie dieses der Humanistischen Psychologie, ist von so zentraler und programmatischer Bedeutung, wie eben dieses. Und dabei schreibt Yalom so gut, so verständlich und so lesbar wie in seinen bekannten Romanen, womit dieses Lehrbuch imstande ist, gleichermaßen fachlich Involvierten, durchaus aber auch interessierte Laien, die relevanten Aspekte einer menschenzugewandten Psychotherapeutik mit ihren zentralen Aufgaben, Voraussetzungen und Vorgehensweisen anschaulich zu vermitteln. Das hervorragend konzipierte und gegliederte Lehrbuch bietet dabei eine Fülle plausibel dargelegter Theorien, Fallbeispiele, Forschungsergebnisse und klinische Inspiration; es stand und steht bei Psychotherapeuten der jüngsten beiden Generationen in hohem Kurs.
Ausgangspunkt ist ein existenzphilosophischer Ansatz und das der Humanistischen Psychologie zugrundeliegende Menschenbild und nicht therapeutische Techniken; diese werden erst sekundär im Zusammenspiel von Praxis und Theorie entwickelt. - Dabei geht er von den „vier letzten Dingen“, der menschlichen Existenz aus: Tod, Freiheit, Isolation, Sinnlosigkeit. Die vollzogene oder nicht vollzogene Auseinandersetzung mit diesen Themen prägt das psychische Geschehen und die äußere Lebensgestaltung jedes Individuums.
Die psychologischen, sozialphilosophischen, ontologischen, aber auch literarischen Bezüge machen dieses Handbuch zu einer Schatzkammer, die dazu anregt, vertiefend weiter zu lesen und bestimmte Autoren erneut zu lesen. Yalom bietet dem Laien wie dem Profi viele Anregungen zur weiteren Lektüre und zur Selbsterforschung.
"Das große Standardwerk der Humanistischen Psychologie - kaum ein Werk ist von so zentraler und programmatischer Bedeutung. Und dabei schreibt Yalom so lesbar wie in seinen Romanen, so dass er auch vielen Laien moderne Psychotherapie verständlich machen kann - auf den Schreibtischen der Profis liegt er eh'."
"Ein Fehler, dieses Buch nur Psychiatern und Psychologen zu empfehlen, denn jeder, der sich für Motive des menschlichen Daseins interessiert, wird hier Anregungen finden." (Rollo May)
"Ich bewundere das Sprachgefühl von Yalom, seinen Mut, sich immer wieder selbst in Frage zu stellen, die Brillanz seiner Ansichten, seinen Umgang mit Obsessionen, und zu guter Letzt seine Fähigkeit, im schwierigsten Charakter den Menschen zu entdecken." (Washington Post)
siehe auch "Einhundert Meisterwerke der Psychotherapie"
AUS DEM INHALT
Danksagung 9
Vorwort des Autors: 25 Jahre Existenzielle Psychotherapie 11
1. Kapitel: Einführung 15
Existenzielle Therapie: Eine dynamische Psychotherapie 18
Die existenzielle Orientierung: Fremd, aber seltsam vertraut 24
Das Feld existenzieller Psychotherapie 27
Existenzielle Therapie und die akademische Gemeinschaft 35
I.Teil: TOD 43
2. Kapitel: Leben, Tod und Angst 45
Die Interdependenz von Leben und Tod 45
Tod und Angst 58
Die Unaufmerksamkeit gegenüber dem Tod in derTheorie
und Praxis der Psychotherapie 73
Freud: Angst ohne den Tod 78
3. Kapitel: Der Todesbegriff bei Kindern 97
Das verbreitete Interesse von Kindern am Tod 98
DerTodesbegriff: Entwicklungsstufen 100
Todesangst und die Entwicklung der Psychopathologie 128
Die Todeserziehung von Kindern 132
4. Kapitel: Tod und Psychopathologie 135
Todesangst: Ein Paradigma der Psychopathologie 137
Besonderheit 143
Der letzte Retter 156
Auf dem Weg zu einer integrierten Sicht der Psychopathologie 170
Schizophrenie und die Furcht vor dem Tod 177
Ein existenzielles Paradigma der Psychopathologie:
Forschungsbefunde 182
5. Kapitel: Tod und Psychotherapie 191
Der Tod als Grenzsituation 191
DerTod als ursprüngliche Quelle der Angst 222
Probleme der Psychotherapie 240
Lebensbefriedigung und Todesangst: Eine therapeutische Stütze 244
Todes-Desensibilisierung 248
II. Teil: FREIHEIT 253
6. Kapitel: Verantwortung 255
Verantwortung als eine existenzielle Angelegenheit 255
Vermeidung der Verantwortung: Klinische Erscheinungsformen 260
Übernahme von Verantwortung und Psychotherapie 269
Verantwortungsbewusstheit nach amerikanischer Art -
oder: Wie man sich um sein eigenes Leben kümmert,
selbst Regie führt, zuerst an sich denkt und es schafft 295
Verantwortung und Psychotherapie: Forschungsbefunde 304
Grenzen der Verantwortung 312
Verantwortung und existenzielle Schuld 321
7. Kapitel: Wollen 333
Verantwortung, Wollen und Handlung 333
Zum klinischen Verständnis des Willens: Rank, Farber, May 341
DerWille und klinische Praxis 350
Wunsch 352
Entscheidung-Wahl 364
Vergangenheit versus Zukunft in der Psychotherapie 401
III.Teil: ISOLATION 409
8. Kapitel: Existenzielle Isolation 411
Was ¡st existenzielle Isolation? 413
Isolation und Beziehung 421
Existenzielle Isolation und interpersonale Psychopathologie 434
9. Kapitel: Existenzielle Isolation und Psychotherapie 455
Eine Anleitung zum Verständnis zwischenmenschlicher
Beziehungen 455
Den Patienten mit der Isolation konfrontieren 460
Isolation und die Begegnung zwischen Patient und Therapeut 464
IV. Teil: SINNLOSIGKEIT 483
10. Kapitel: Sinnlosigkeit 485
Das Problem des Sinns 488
Der Sinn des Lebens 489
Sinnverlust: Klinische Implikationen 516
Klinische Forschung 525
11. Kapitel: Sinnlosigkeit und Psychotherapie 533
Warum brauchen wir Sinn ? 534
Psychotherapeutische Strategien 543
EPILOG 559
Sich berühren lassen. Der Romanautor und Psychotherapeut
Irvin Yalom im Gespräch mit Ulfried Geuter 561
Anmerkungen 565
Personen- und Sachregister 595