(I-26/02-C3) (G ZWs / FP,SC)
Kinder und Jugendliche wachsen heute selbstverständlich in einer digitalen Welt heran. Mit Smartphones, Tablets und Spielkonsolen etablieren sie immer früher ihre eigenen Zugänge und machen sich die vielfältigen Möglichkeiten von Internet, Onlinediensten, Apps und digitalen Spielen weitgehend unbefangen zu eigen. Dabei bieten sich ihnen nicht nur vielfältige Chancen zur Information, Orientierung und Wissensaneignung, zu kommunikativem Austausch und sozialer Vernetzung, zu Kreativität und Selbstausdruck, zu gesellschaftlicher Teilhabe bis hin zu politischer Partizipation. Sie werden auch immer früher mit den Gefahren der digitalen Welt konfrontiert. Die Rede ist von vorverlagerten inhaltsbezogenen und neuen konsum-, kommunikations- und verhaltensbezogenen Risiken für die Persönlichkeitsentwicklung. Fundiert und anschaulich führt das Grundlagenwerk pädagogische Fachkräfte, Erziehende, Studierende pädagogischer und kommunikationswissenschaftlicher Studiengänge und alle Interessierten in die markanten Veränderungen ein, skizziert Facetten eines neuen Sozialisationstypus in der zunehmend mediatisierten Gesellschaft, zeichnet differenziert den veränderten Medienumgang mitsamt der Chancen und Risiken für die Entwicklung junger Menschen nach und beschreibt ausgehend von den digitalen Rechten von Kindern und Jugendlichen auf Teilhabe, Schutz und Förderung die Herausforderungen für gesetzliche Regulierung, pädagogische Praxis und erzieherischen Alltag.
Inhalt
1 Einleitung 9
2 Aktuelle Lage der jungen Generationen 12
2.1 Kinder - Jugendliche - digitale Welt 12
2.2 Auf- und Heranwachsen in Deutschland 15
2.3 Besondere Lebenslagen junger Menschen 21
2.4 Generationen und Vergemeinschaftungsformen 35
2.5 Mediensozialisation und Medienaneignung 43
3 Heranwachsen in der digitalen Welt: Ein neuer
Sozialisationstypus? 52
3.1 Suchend in einer Welt digitaler Vorgaben! 53
3.2 Unter dem Einfluss digitaler Beschleunigung? 56
3.3 Durchlässiger Schonraum - risikoreicher
Experimentierraum! 59
3.4 Im Strom digital entgrenzter Kommunikation? 61
3.5 Sein heißt >medial stattfindenc Identitätsbildung digital! 64
3.6 Mit digitalem Austausch zu (mehr) politischer
Partizipation? 66
4 Veränderte Freizeit- und Medienwelten von Kindern
und Jugendlichen 70
4.1 Freizeitwelten junger Menschen: Ein Überblick 71
4.2 Medien im Alltag von Klein- und Vorschulkindern 76
4.3 Mediatisierte Freizeit der 6- bis 13-Jährigen 85
4.4 Das digital durchdrungene Leben der Jugendlichen und
jungen Erwachsenen 98
4.5 Ein kurzer (vager) Blick in die Zukunft 110
5 Mediale und lebensweltliche Kontexte prägen das
Geschehen 113
5.1 Besondere Bindungskraft digitaler Medien 115
5.2 Medienbezogene Kompetenzen von Kindern und
Jugendlichen 119
5.3 Perspektiven beteiligter Akteur*innen 132
5.4 Erzieherisches Handeln als zentrale Rahmung 140
5.5 Die Peers als wichtige Unterstützungsinstanz 150
5.6 Medienumgangsbezogene Rechte, gesetzliche Regulierung
und Förderung 154
6 Mögliche Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung 172
6.1 Identitätsbildung: Selbstdarstellung und Orientierung an
anderen 175
6.2 Kognitive Entwicklung: Zwischen Frühförderung und Aufmerksamkeitsdefiziten 178
6.3 Körperlich-physiologische Entwicklung: Unmittelbar und
mittelbar >betroffen< 180
6.4 Psychisch-emotionale Entwicklung: Vom Wohlbefinden
bis zur mentalen Belastung 182
6.5 Soziale Entwicklung: Erweiterung des Sozialraums und
Entgrenzung 185
6.6 Sexuelle Entwicklung: Zunehmende Selbstbestimmung im
digitalen Risikoraum 188
6.7 Ethisch-moralische Entwicklung: Werte und Prinzipien
auf dem Prüfstand 190
6.8 Religiöse Entwicklung: Existenzielle Sinnsuche und
gezielte Ansprache im Netz 192
6.9 Politische Sozialisation: Zwischen Partizipation und
Radikalisierung 195
7 Digitale Teilhabe als große Chance 198
7.1 Eigene Wege zur Information, Orientierung und
Wissensaneignung 200
7.2 Kommunikativer Austausch und soziale Vernetzung auf
Augenhöhe 207
7.3 Aktiver Selbstausdruck und Eigenkreativität 209
7.4 Mit Kooperation und Kollaboration zu mehr Partizipation 212
8 Erweiterte Risikolage in der digitalen Welt 216
8.1 Früher Zugang zu Pornos, Gewalt, Fake News und
Extremismus 219
8.2 In einem Markt mit Intransparenz, Werbung und
Kostenrisiken 226
8.3 Cybermobbing, Grooming, Grenzverletzungen, riskanter
Austausch 232
8.4 Selbst- und Fremdgefährdungen im eigenen
Medienhandeln 238
9 Ein Schlusswort 246
Literatur 248