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Südwind, das Magazin für internationale Politik, Kultur und Entwicklung stellt zur Diskussion
Post Development - Alternativen zur Entwicklung
Podiumsdiskussion mit Hanna Hacker (Institut für Internationale Entwicklung, Schwerpunkte: Entwicklungsforschung und Entwicklungskritik), Georg Grünberg (Entwicklungsexperte Lateinamerika), Klaus Werner (Buchautor und Querdenker mit mehrjähriger Brasilienerfahrung)
Moderation: Irmgard Kirchner (Chefredakteurin Südwind-Magazin)
Der westliche Entwicklungsbegriff hält sich mit großer Hartnäckigkeit am
Leben und an der Macht: In den "entwickelten" Staaten und auch in den
"Entwicklungsländern". Schon seit den 1970er Jahren regt sich Kritik an
der herrschenden Vorstellung und Praxis von Entwicklung, die an
Wachstum, technischem Fortschritt und Konsum gemessen wird. Dem
entgegengesetzt steht der so genannte Post Development-Ansatz: Demnach
dient Entwicklung als Herrschaftsinstrument gegenüber den
"unterentwickelten" Ländern. Gefordert ist - auch unter Rückgriff auf
nichtwestliche kulturelle Traditionen -, alternative gesellschaftliche
und ökonomische Praktiken jenseits von Profit und Konkurrenz und
westlicher Wissenschaft zu entwickeln. Wie schaut Post Development in
der Praxis aus?
Podcast Südwind, das Magazin für internationale Politik, Kultur und Entwicklung stellt zur Diskussion
Post Development - Alternativen zur Entwicklung (MP3 - 50529 kb)
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Steve Sem-Sandberg: Die Elenden von Łódź (Klett-Cotta), Teil 1
Steve Sem-Sandberg im Gespräch mit Martin Pollack | Deutsche Lesung: Ulrich Matthes
Pragmatiker oder Monster? In seinem Roman über das jüdische Getto in Łódź stellt Steve Sem-Sandberg die Frage nach den Mechanismen der Unterdrückung, dem Moment, in dem die Anpassung unerträglich wird. Auch für einen Verräter wie den starken Mann des Gettos, den Judenältesten Mordechai Chaim Rumkowski.
Die Elenden von Łódź ist ein einzigartiger Roman mit vielen Stimmen. Er porträtiert neben der zentralen Figur Rumkowskis das Leben zahlreicher Gettobewohner und gibt ihnen so einen Namen und ein Schicksal. Oder, wie es der Schriftsteller und "Weltensammler" Ilija Trojanow ausdrückt: "Wie ein Historiker beschwört Steve Sem-Sandberg die Vergangenheit herauf, wie ein Romancier erhöht er Geschichte ins Allgemeingültige – ein dokumentarischer Roman, der auf grandiose Weise die Stärken dieses Genres aufzeigt."
Steve Sem-Sandberg, Schriftsteller, Journalist und ehemaliger Visiting Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM). Den Roman Die Elenden von Łódź hat er 2008 bei seinem Aufenthalt am IWM fertig gestellt. Für das Buch wurde Sem-Sandberg mit dem schwedischen August-Priset ausgezeichnet, der dem Deutschen Buchpreis entspricht. Er lebt in Stockholm und Wien.
Martin Pollack, Journalist, Autor und literarischer Übersetzer. Sein aktueller Roman Kaiser von Amerika. Flucht aus Galizien wurde 2011 mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet.
Ulrich Matthes, Film- und Theaterschauspieler, Ensemblemitglied des Deutschen Theaters Berlin und wirkte in zahlreichen Filmproduktionen mit, am bekanntesten Aimee und Jaguar, Der neunte Tag und Novemberkind. Er ist Träger des Bayerischen Filmpreises und des Faust-Theaterpreises.
Die Veranstaltung fand in deutscher und englischer Sprache statt.
Eine Kooperation mit dem IWM, Eurozine und dem Verlag Klett-Cotta.
Podcast Steve Sem-Sandberg: Die Elenden von Łódź (Klett-Cotta), Teil 1 (MP3 - 46610 kb)
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Steve Sem-Sandberg: Die Elenden von Łódź (Klett-Cotta), Teil 2
Steve Sem-Sandberg im Gespräch mit Martin Pollack | Deutsche Lesung: Ulrich Matthes
Pragmatiker oder Monster? In seinem Roman über das jüdische Getto in Łódź stellt Steve Sem-Sandberg die Frage nach den Mechanismen der Unterdrückung, dem Moment, in dem die Anpassung unerträglich wird. Auch für einen Verräter wie den starken Mann des Gettos, den Judenältesten Mordechai Chaim Rumkowski.
Die Elenden von Łódź ist ein einzigartiger Roman mit vielen Stimmen. Er porträtiert neben der zentralen Figur Rumkowskis das Leben zahlreicher Gettobewohner und gibt ihnen so einen Namen und ein Schicksal. Oder, wie es der Schriftsteller und "Weltensammler" Ilija Trojanow ausdrückt: "Wie ein Historiker beschwört Steve Sem-Sandberg die Vergangenheit herauf, wie ein Romancier erhöht er Geschichte ins Allgemeingültige – ein dokumentarischer Roman, der auf grandiose Weise die Stärken dieses Genres aufzeigt."
Steve Sem-Sandberg, Schriftsteller, Journalist und ehemaliger Visiting Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM). Den Roman Die Elenden von Łódź hat er 2008 bei seinem Aufenthalt am IWM fertig gestellt. Für das Buch wurde Sem-Sandberg mit dem schwedischen August-Priset ausgezeichnet, der dem Deutschen Buchpreis entspricht. Er lebt in Stockholm und Wien.
Martin Pollack, Journalist, Autor und literarischer Übersetzer. Sein aktueller Roman Kaiser von Amerika. Flucht aus Galizien wurde 2011 mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet.
Ulrich Matthes, Film- und Theaterschauspieler, Ensemblemitglied des Deutschen Theaters Berlin und wirkte in zahlreichen Filmproduktionen mit, am bekanntesten Aimee und Jaguar, Der neunte Tag und Novemberkind. Er ist Träger des Bayerischen Filmpreises und des Faust-Theaterpreises.
Die Veranstaltung fand in deutscher und englischer Sprache statt.
Eine Kooperation mit dem IWM, Eurozine und dem Verlag Klett-Cotta.
Podcast Steve Sem-Sandberg: Die Elenden von Łódź (Klett-Cotta), Teil 2 (MP3 - 32154 kb)
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Zettel's Traum von Arno Schmidt
Das Überbuch erstmals in gesetzter Form, ein Riesenroman wird neu entdeckt: Zettel's Traum (Suhrkamp) von Arno Schmidt.
Buchpräsentation mit Susanne Fischer, Friedrich Forssmann und Bernd Rauschenbach
Die Editorin Susanne Fischer führt in den Roman ein, der Buchgestalter
Friedrich Forssman erläutert die typographische Umsetzung von Schmidts
Manuskript in der Neuausgabe, und Bernd Rauschenbach erläutert, wie man
Zettel’s Traum lesen kann.
Friedrich Forssman und Bernd Rauschenbach lesen Auszüge aus dem Großroman.
"Was stünde nicht in Zettel's Traum?" fragte Arno Schmidt ebenso
selbstbewusst wie selbstironisch anlässlich seines Opus Magnum, das vor
40 Jahren als Reproduktion des 1334 Seiten starken großformatigen
Manuskripts erschien. Denn das Gespräch der vier Hauptfiguren dreht sich
zwar hauptsächlich um Literatur und den amerikanischen Schriftsteller
Edgar Allan Poe, aber damit natürlich auch um die ganze Welt: Von
arabischen Göttinnen bis zum Quelle-Katalog wird nichts ausgespart. Die
komplexe Struktur des dreispaltigen Romans mit seinen zahlreichen
Randglossen stellt nicht nur Herausforderungen an den Leser: "Es wird
sich nicht mehr setzen lassen", befürchtete der Autor, als er sein
Hauptwerk 1968 abschloss. Nun endlich ist Zettel's Traum als gesetztes
Buch erschienen.
Susanne Fischer, Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Geschäftsführerin der Arno Schmidt Stiftung.
Friedrich Forssman, Typograph und Ausstellungsgestalter, lebt in Kassel.
Bernd Rauschenbach, Literaturwissenschaftler, Herausgeber, Autor
und Geschäftsführender Vorstand der Arno Schmidt Stiftung, lebt in
Eldingen bei Bargfeld.
Eine Kooperation mit der Arno Schmidt Stiftung, Bargfeld.
Podcast Zettel's Traum von Arno Schmidt (MP3 - 42994 kb)