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Manfred Spitzer: Die Smartphone-Epidemie

Gefahren für Gesundheit, Bildung und Gesellschaft

Der – in Fachkreisen nicht unumstrittene – Autor fügt seiner Publikationsliste ein weiteres Buch zu, diesmal geht es um das Smartphone, dieses kleine, handliche Ding, das alle wollen und die meisten besitzen. Das Smartphone eröffnet den Zugang zur (digitalen) Welt, es ist ein einfach zu bedienendes, relativ kostengünstiges Werkzeug... (Klett-Cotta, 2018)

Spitzer hingegen spricht von einer Smartphone-Epidemie, der weite Teile der Gesellschaft erlegen sind, und das zeitlich nicht zu knapp: "Ein großer Teil der Menschheit verbringt also insgesamt einen wesentlichen Anteil – etwa ein Drittel – seiner im Wachzustand verbrachten Zeit mit einem kleinem Gerät, das es erst seit zehn Jahren gibt! (S.23)". Während ein Handy gefahrlos, vielleicht sogar cool daherkommt, so sind die Folgewirkungen schon deutlich spürbarer. Spitzer sieht Gesundheit, Bildung und Gesellschaft in Gefahr: "Wer 40 Stunden pro Woche spielt (das ist der Durchschnitt bei jungen Leuten in den U.S.A.), der macht 40 Stunden etwas anderes nicht, z.B. etwas Sinnvolles lernen (S.114)". Die vor dem Computer oder dem Smartphone verbrachte Zeit wäre dem Autor zufolge eine verlorene.
Spitzer argumentiert nicht ohne Polemik, seine Position sichert er durch etliche einschlägige Studien ab, deren Zugang dem Publikum zum größten Teil verwehrt ist, handelt es sich doch um in Fachzeitschriften publizierte Aufsätze. Auffällig ist Spitzers Fokus auf Kinder und Jugendliche, und das nicht zu Unrecht, Unmündige sind schließlich die leichtesten Opfer einer 'Smartphone-Epidemie'. Spitzer formuliert pointiert und – nomen est omen – spitz, nicht ohne Übertreibung. Seine Warnung allerdings ist auch nachvollziehbar und ernst zu nehmen.

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