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Dienstag, 26. Februar 2008, 19:00 Uhr
Hauptbücherei am Gürtel, Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien

Russland im Winter
Andrej Bitow liest aus "Das Puschkin Haus" (Suhrkamp)

 Moderation und Übersetzung: Rosemarie Tietze (Übersetzerin)

Einer der modernen Klassiker der russischen Literatur erstmals vollständig in neuer Übersetzung!
Leningrad, November 1961. Am Morgen nach den Revolutionsfeierlichkeiten tobt der Wind durch die ausgestorbene Stadt, reißt das Fenster eines kleinen Palais auf und entdeckt den Philologen Ljowa Odojewzew tot am Boden seines verwüsteten Arbeitszimmers liegend, eine Duellpistole Puschkins in der Hand. Mit dieser Szene beginnt Andrej Bitows legendärer Roman, der zu den prägenden Büchern einer neuen Autorengeneration in Rußland gehörte. Ljowa, Sproß eines Adelsgeschlechts, ein indifferenter »Held unserer Zeit«, zwischen verschiedenen Frauen hin- und hergerissen, hat sich in der Gelehrtenexistenz eingerichtet. Erschüttert von der Begegnung mit dem Großvater, der dreißig Jahre in Arbeitslagern zugebracht hat, wählt Ljowa dennoch den Weg seines Vaters. Beide verbindet die Einsicht, daß Flucht, Untreue und Verrat lebensnotwendig sind...
Es sei das größte Übel, in einer fertigen und erklärten Welt zu leben, heißt es auf den letzten Seiten. Deshalb wurde der Literatur selten soviel zugetraut wie im Puschkinhaus: Gestalten, Motive, Fragen russischer Dichter bevölkern das »Romanmuseum« mit seinen vielräumigen Abteilungen. Die Gegenwart wehrt sich dagegen, permanent Vergangenheit oder Zukunft sein zu sollen. Selten hat es ein so ironisches, originelles Romanwerk gegeben.

Andrej Bitow, 1937 in Leningrad geboren, StudiumGeologe, seit 1959 Erzählungen, Essays, Romane, Reiseberichte. 1990 erhielt er den russischen Puschkin-Preis. Mit dem Roman Das Puschkinhaus ist er 1978 (dt. 1983) weltweit bekannt geworden. In deutscher Sprache erschienen darüber hinaus u.a Das Licht der Toten (1990), Mensch in Landschaft (1994) und Armenische Lektionen (2002). Bitow lebt in Moskau und St. Petersburg.

 

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