Alain Mabanckou: Black Bazar (Liebeskind Verlag, übers. von Andreas Münzner)
Übersetzung und Moderation:
Simon Inou (Mitinitiator der Kampagne Black Austria, Journalist, Leiter von M-Media) | Deutsche Lesung:
Maren Rahmann
In seinem Kultroman Black Bazar entfaltet Alain Mabanckou das furiose Panorama eines multiethnischen Paris, in dem große und kleine Vorurteile und Rassismen ebenso eng zusammenleben (müssen) wie die weißen, schwarzen und arabischen Communities. Der Erzähler ist ein weithin respektierter Experte des Weiblichen, das Problem ist nur, dass seine eigene Frau mit einem Bongo-Spieler durchgebrannt ist, und so beginnt er, seinem Tagebuch sein Herz auszuschütten: polemisch, komisch und wild assoziierend erzählt er über seinen Nachbarn, der alle Schwarzen hasst, obwohl er selbst einer ist, über den arabischen Ladenbesitzer, der sich als Retter der abendländischen Kultur aufspielt und zugleich glühender Anhänger eines afrikanischen Diktators ist, über seinen Alltag als Schwarzer in Paris.
Alain Mabanckou, geboren 1966 in der Republik Kongo, ab 1989 Jura-Studium in Paris, dann Arbeit als Jurist. 1998 erscheint sein Debütroman
Bleu Blanc Rouge (Grand Prix littéraire d’Afrique), 2006
Mémoires de porc-épic (Prix Renaudot). Lebt in Paris und Los Angeles, lehrt an der University of California französische Literaturwissenschaft.
Eine Kooperation mit dem Französischen Kulturinstitut