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Es lesen Alisa Ganieva, Denis Osokin, Aleksej Lukjanow
Moderation: Christiane Körner | Deutsche Lesung: Robert Reinagl (Burgtheater)
In Russland melden sich eine neue Generation von Autoren zu Wort. Sie waren noch Kinder, als das Imperium 1991 zusammenbrach. Anders als ihre älteren Kollegen kennen sie keine sowjetische Vergangenheit mehr, die sie verklären, bekämpfen oder dekonstruieren müssten. Doch ein riesiges Land ist in gewaltiger Bewegung, genau das spüren die jungen Schriftsteller, die dieser Band vorstellt. Indem vom jähen Ende jeglicher Gewissheit erzählen, zeichnen sie die Erschütterungen der Gegenwart auf. Längst kommen die aufregenden neuen Stimmen der russischen Literatur nicht mehr aus Moskau und Petersburg, sondern aus Perm, Ufa und Kazan, aus Städten und Landschaften, in denen der Einfluss des Zentrums geringer, die Unruhe und konfliktträchtige Heterogenität aber um so größer ist.
Alisa Ganieva (im Buch mit dem männlichen Pseudonym Gulla Chiratschew), geboren 1985 in einem dagestanischen Dorf im Kaukasus, studierte am Moskauer Literatur-Institut, arbeitet als Kritikerin und schreibt auch avantgardistische Kindergeschichten. Für ihre in dieser Anthologie veröffentlichte Geschichte bekam sie 2009 den Debüt-Preis. Im September 2010 ist ihr erstes Buch Salam, Dalgat! erschienen.
Denis Osokin, geboren 1977 in Kasan/Tatarstan, studierte Psychologie in Warschau, danach Literaturwissenschaft in Kasan, gewann den Debüt-Preis im Jahr 2001, sein erstes Prosabuch erschien 2003 bei NLO. Er veröffentlicht regelmäßig in den großen Zeitschriften und ist inzwischen ein arrivierter Drehbuch-Autor, der kürzlich in Venedig ausgezeichnet wurde.
Aleksej Lukjanow, geboren 1976 in der Nähe von Solikamsk im Ural, ist gelernter Hufschmid. Er hat mehrerer Kurzromane und eine große Zahl von Kurzgeschichten veröffentlicht. Er war zweimal Debüt-Preis-Finalist. Für seine "innovative Art, an die literarischen Traditionen Rußlands anzuknüpfen", erhielt er den Neuen Puschkin-Preis.
Christiane Körner lebt als Übersetzerin (u.a. Tatjana Tolstaja, Nadeschda Mandelstam, Nina Lugowskaja) in Frankfurt am Main. Sie hat eine Reihe von Anthologien russischer Erzählungen herausgegeben.
Mit freundlicher Unterstützung der Debut Prize Foundation
Podcast Christiane Körner (Hg.): Das schönste Proletariat der Welt. Junge Erzähler aus Russland. (JUNGEERZHLERAUSRUSSLAND - 46603 kb)
Podcast Gabor Steingart: Das Ende der Normalität. Gabor Steingart im Gespräch mit Konrad Paul Liessmann (MP3 - 45728 kb)
Podcast Botschaften zu Gast in der Hauptbücherei: Israel (MP3 - 44484 kb)
Choplin Gérard, Strickner, Alexandra, Trouvé, Aurélie (Hrsg.): Ernährungssouveränität.
Für eine andere Agrar- und Lebensmittelpolitik (mandelbaum verlag)
Podiumsdiskussion
mit Alexandra Strickner (Mitherausgeberin und Obfrau von Attac Österreich), Irmi Salzer
(Via Campesina Austria; Österr. Bergbauern/ Bäuerinnenvereinigung), Karin Kadenbach (Abgeordnete zum Europäischen Parlament u.a. Mitglied im ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung | AGRI), Erhard Höbaus (Lebensmittelministerium, Abt. Ernährung und Qualitätssicherung), N.N (Vertreter der österreichischen Landwirtschaftskammer)
Moderation: Oliver Tanzer
(Die Furche)
Die
europäische Landwirtschaftspolitik steht zur Diskussion: 2013 sollen die
LandwirtschaftsministerInnen der EU eine neue gemeinsame Agrarpolitik (GAP)
beschließen. Seit Jahren steht diese im Kreuzfeuer der Kritik.
Der
Band beinhaltet eine historische Aufarbeitung der Ursprünge und Reformen der
gemeinsamen Agrarpolitik sowie einen Ausblick darauf, welche Reformen heute
notwendig sind, um den globalen Herausforderungen wie z.B. dem Zugang zu
gesunden Lebensmitteln für alle und stabile und kostendeckende Preise für
Bauern und Bäuerinnen zu begegnen.
In
Hinblick auf die Aktualität des Themas - die Diskussion über die Reform der
Europäischen Agrarpolitik ist ja in vollem Gang - freuen wir uns auf eine rege
Diskussion!
In Kooperation mit Mandelbaum Verlag, Attac und ÖBV-Via Campesina
Podcast Choplin Gérard, Strickner, Alexandra, Trouvé, Aurélie (Hrsg.): Ernährungssouveränität. Für eine andere Agrar- und Lebensmittelpolitik (MP3 - 47095 kb)