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  • Mujawayo © Peter Hammer Verlag© Peter Hammer Verlag

    Esther Mujawayo liest aus ÜberLeben. Rwanda - Sprache als Ort des Erinnerns. (Peter Hammer)

    Begrüßung: Franz Schmidjell (VIDC) | Deutsche Lesung: Dorit Ehlers (Schauspielerin) | Moderation: Martina Kopf (Institut für Afrikanistik, Universität Wien)
    Am 6. April 1994 wird das Flugzeug des ruandischen Präsidenten Habyarimana in Kigali von einer Rakete getroffen und stürzt ab. Es war das Startsignal für den Völkermord in Ruanda. In rund hundert Tagen töteten radikale Hutu-Milizen, Mitglieder der Regierungsarmee und lokaler Zivilverteidungsnetzwerke zwischen 500.000 und einer Million Tutsi und oppositionelle Hutu. Parallel führten die Armee und die Exiltruppen der Ruandischen Patriotischen Front (RPF) einen Krieg, wo auf beiden Seiten Menschenrechtsverletzungen begangen wurden. Nach Angaben von MenschenrechtsexpertInnen war der Genozid von langer Hand geplant. Bis heute sitzt das Trauma des Völkermordes tief und spaltet die ruandische Gesellschaft und Diaspora. Insbesondere stellt sich die Frage nach der Mitverantwortung der internationalen Staatengemeinschaft. Ruanda war in den neunziger Jahren auch Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.
    Esther Mujawayo, geboren 1958 in Ruanda, überlebte 1994 in Kigali den Völkermord. Sie ist Soziologin und arbeitete als stellvertretende Landesrepräsentantin für Ruanda, Burundi und Ostkongo bei der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam; zusammen mit 50 anderen Witwen gründete sie die Hilfsorganisation AVEGA für die überlebenden Frauen und Kinder des Genozids. In ihren Büchern verarbeitet sie ihre Biografie und bietet den LeserInnen dadurch einen Einblick in das Ruanda vor, während und nach dem Genozid.
    In Kooperation mit dem Wiener Institut für Dialog und Zusammenarbeit (VIDC).

    Podcast Esther Mujawayo liest aus ÜberLeben. Rwanda - Sprache als Ort des Erinnerns. (Peter Hammer) (MP3 - 47130 kb)

  • Bochdansky © Christoph Bochdansky© Christoph Bochdansky

    Gustav Eisen | Fredrik Sjöberg: Trilogie über die Poesie und Leidenschaft des Sammelns

    Fredrik Sjöberg liest aus Der Rosinenkönig oder: Von der bedingungslosen Hingabe an seltsame Passionen (Galiani) | Performance Von falschen Inhalten von Christoph Bochdansky (Puppenspieler und Weltverdreher im Auftrag eines erweiterten Weltbilds): Hier wird eine kleine Sammlung von Dingen gezeigt, die überraschen und nur der Poesie und nicht der Information verpflichtet sind. | Deutsche Lesung: Helmut Berger (Schauspieler und Regisseur) und Robert Reinagl (Burgtheater) | Musikimprovisationen: Jon Sass (Tuba)
    Gustaf Eisen, dieser aus der Zeit gefallene Renaissancemensch, scheint am Ende seine Lebensinsel gefunden zu haben. Die letzten zwanzig Jahre seines Lebens verbringt er in New York. Während er tagsüber lernt, Keilschriften zu lesen, um ein Buch über babylonische und mesopotamische Zylindersiegel vorzubereiten, geht er jeden Morgen drei Stunden im Central Park spazieren, Eichhörnchen und Vögel fütternd. "Er kannte über hundert Eichhörnchen als Individuen, mit Namen und allem. Man darf annehmen, dass die Freundschaft erwidert wurde. Er muss eine der wirklich prägnanten Gestalten des Parks gewesen sein, wahrscheinlich hoch respektiert. Und so erzählt man sich, dass die Parkverwaltung jedes Jahr eine Limousine mieten ließ, die Eisen durch den Park fuhr, überallhin, damit er die Bäume auswählen konnte, an denen neue Nistkästen angebracht werden sollten."

    Podcast Gustav Eisen | Fredrik Sjöberg: Trilogie über die Poesie und Leidenschaft des Sammelns (MP3 - 44209 kb)

  • Halbmayr © Ekkehard Bergauer© Ekkehard Bergauer

    Brigitte Halbmayr: Zeitlebens konsequent: Hermann Langbein - Eine politische Biografie (Braumüller)

    Brigitte Halbmayr im Gespräch mit Kurt Langbein (Wissenschaftsjournalist) und Wolfgang Neugebauer (ehem. Leiter des Dokumentationsarchivs des österr. Widerstands) | Moderation: Karin Liebhart (Politikwissenschafterin, Gesellschaft für politische Aufklärung).
    Hermann Langbein, geboren am 18. Mai 1912 in Wien, ist der ganzen Welt als Zeitzeuge, Chronist und Analytiker von Auschwitz bekannt. Er verfasste zahlreiche Publikationen über die Verbrechen und Schicksale in den Konzentrations- und Vernichtungslagern, u.a. das Standardwerk Menschen in Auschwitz. Doch das Wirken Hermann Langbeins reicht weit über Auschwitz hinaus. Ein Vierteljahrhundert lang war er überzeugter KP-Funktionär, bis die Partei mit ihm brach; er war begeisterter Spanienkämpfer, ein unermüdlicher Streiter für die Demokratie, eine moralische Autorität, ein liebevoller Familienmensch. In all diesen Aufgaben war er diszipliniert und konsequent - oft unerbittlich konsequent. Sein ereignisreiches Leben und seine außergewöhnliche Persönlichkeit machen diese längst fällige Biografie zu einem unbedingt lesenswerten Zeitdokument.
    Brigitte Halbmayr, Politologin und Soziologin in Wien. Schwerpunkte: Nationalsozialismus und Holocaust, Rassismus und Gender Studies. Käthe-Leichter-Preisträgerin 2011.
    In Kooperation mit der Gesellschaft für politische Aufklärung (GfpA).

    Podcast Brigitte Halbmayr: Zeitlebens konsequent: Hermann Langbein - Eine politische Biografie (Braumüller) (MP3 - 42686 kb)

  • Südwind-Magazin stellt zur Diskussion:
    Rio +20. Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit.

    Ein Podiumsdiskussion mit Anneliese Rohrer (Journalistin und Buchautorin), Max Santner (Leiter des Bereiches Internationale Hilfe des Österreichischen Roten Kreuzes), Heini Staudinger (Firma GEA) | Moderation: Irmgard Kirchner (Südwind-Magazin)

    Ökonomie und Ökologie zum Wohle auch zukünftiger Generationen zu versöhnen: dieser Anspruch wurde vor 20 Jahren auf dem „Erdgipfel" in Rio de Janeiro gestellt. Seither ist „nachhaltige Entwicklung" verbal allgegenwärtig. Im kommenden Juni findet eine Neuauflage der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung auf höchster politischer Ebene statt. Die Herausforderung für die Politik ist enorm. Menschliche Entwicklung geht immer mehr zu Lasten der Umwelt. In der Zivilgesellschaft macht sich Ernüchterung breit. Welche Möglichkeiten zur Gestaltung und Mitbestimmung hat jede(r) Einzelne überhaupt?

    In Kooperation mit dem Südwind-Magazin (Magazin für internationale Politik, Kultur und Entwicklung).

    Podcast Südwind-Magazin stellt zur Diskussion:
    Rio +20. Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit.
    (MP3 - 43921 kb)

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